Der Teufelsgarten

Dämonologie der Postmoderne - Ein Mosaik aus Abgründen

Eine andine Quechua-Sage dient als Symbolik für einen Zwist zum Schutz des Regenwaldes.

Dämonische Geschichten, mal wissenschaftlich, mal belletristisch.

Meine Kurzgeschichte Der Teufelsgarten, die in der Anthologie Dämonologie der Postmoderne im Wiener Verlag - Vienna Academic Press erschien, basiert auf die gleichnamige antike Anden-Sage, übersetzt auf Quechua: supay chakra. Die Sage befasst sich mit einer frühen Form des Klimawandels respektive präsentiert ein natürliches Biotop.

Making of

Ich hatte Quechua-Sagen im Kopf, als ich diese Kurzgeschichte aufsetzte. Im antiken Andenreich besaßen Natursagen über Winde und Steine eine große Bedeutung. Wir finden auch Richtlinien der gemeinschaftlichen Lebensführung. Zum Beispiel die vier Pfeiler der Ewigkeit. Sie besagen, dass man unter anderem keinen alten Baum fällen oder einen Fluss umleiten soll, wenn man die Zukunft schützen will.

Es gibt auch eine Legende zum Teufelsgarten. Hier las ich mehrere Ausführungen, von denen einige womöglich im Sinne der Kolonialherren umformuliert worden waren. Zum einen hieß es, dass es ein unberührtes Regenwaldgebiet sei, in dem Ayawaska-Rituale abgehalten wurden. Zum anderen wäre es ein Biotop, in dem Ameisen eine einzige Art Baum heranzüchten, der ihnen Nahrung bietet.

Aber natürlich gab es auch den Teufelswald, in dem ein entfesselter Mensch alle Lebewesen tötete und Bäume fällte. Dieser Bösewicht ließ sich nur beruhigen, wenn eine Zaubermelodie erklang. Aber diese erklang nur, wenn eine besondere Pflanze blühte.

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wie soll eine Pflanze blühen, wenn der ganze Regenwald abgeholzt wird?

Dämonologie der Postmoderne -
Ein Mosaik aus Abgründen

Herausgeberin: Dr. Theresa Bauer

Verlag: Wiener Verlag / Vienna Academic Press

Genre: Science-Fiction

Seiten: 252

Geschichten und Essays: 33

Publiziert: November 2024

ISBN: 13-9783990610466

Inhalte meiner Geschichte: 🌳 🌴 🌲 🌵 🌾 🍌 🐄 🌽 👫 💔